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OTS: PwC Deutschland / COVID-19: Deutlich weniger Investitionen in deutsche ...

30.11.2020 um 09:13 Uhr

COVID-19: Deutlich weniger Investitionen in deutsche Unternehmen
Frankfurt am Main (ots) - PwC-Analyse zu M&A-Aktivitäten in Deutschland 2020:
Insgesamt fast ein Viertel weniger Transaktionen / Mehr Mega-Deals, mehr kleine
Transaktionen / Europäische Investoren mit größtem Gesamtvolumen /
Private-Equity-Beteiligungen sind langfristiger Trend / Technologie-Sektor steht
bei Investoren hoch im Kurs

Aufgrund der COVID-19-Pandemie, dem damit verbundenen Lockdown und
gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten werden im Jahr 2020 insgesamt deutlich
weniger Deals zwischen Investoren und deutschen Unternehmen angekündigt als im
Vorjahr. Insbesondere Unternehmen aus Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen
Raum beteiligten sich seltener. Dagegen nimmt die Beteiligung von
Private-Equity-Investoren stetig zu - sie unterliegt weniger starken
Schwankungen. So lauten einige der Kernergebnisse der Studie "Deals Watch
Germany. M&A-Aktivitäten von strategischen und Finanzinvestoren 2020" der
Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC). Die
Analyse berücksichtigt alle Zusammenschlüsse, Unternehmenskäufe und -verkäufe,
Leveraged Buyouts, Spin-offs, Privatisierungen und Übernahmen von
Minderheitsanteilen, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 30. September 2020
angekündigt wurden.

Deal-Aktivitäten sind auf Grund von COVID-19 stark rückläufig

In Deutschland fanden bis zum Ende des 3. Quartals 2020 deutlich weniger
Unternehmenskäufe und -verkäufe statt als 2019: Insgesamt wurden zwischen dem 1.
Januar und dem 30. September 2020 1,233 Deals abgeschlossen. Im
Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1621 Transaktionen, das entspricht
einem Rückgang um fast ein Viertel (24 Prozentpunkte). Aber: Bis Ende 2020
rechnet PwC mit immerhin 1,660 Transkationen (vergleichbar mit dem Jahr 2017)
und mit einem Gesamtwert der Deals in Höhe von 87,7 Millionen Euro (2019: 83,6
Millionen Euro). Steve Roberts, Leiter des Bereichs Private Equity bei PwC
Deutschland, sagt: "Wir stellen zwar eine steigende Anzahl an Megadeals fest,
getrieben durch die Restrukturierung und Ausrichtung von einigen deutsche
Konglomeraten. Zugleich zeigt sich aber auch einen Trend hin zu kleineren
Transaktionen. Am meisten litt der Anzahl von Mid-Market Deals unter der
Pandemie und ihre Auswirkungen."

In den vergangenen Jahren hatten Transaktionen in Deutschland immer mehr an
Bedeutung gewonnen. 2019 war ein neues Rekordjahr mit insgesamt 2,158 Deals. Das
entsprach einem Plus von 10 Prozent gegenüber 2018, die wiederum 16% mehr Deals
gegenüber 2017 verzeichnet hatte. "Dieses hohe Niveau bei den Transaktionen
wurde erreicht, obwohl politische Unwägbarkeiten und insbesondere der
Handelskonflikt zwischen China und den USA, bei vielen Investoren für
Unsicherheit sorgten. Investoren haben sich an die Unsicherheit gewohnt und
gehen professioneller damit um", kommentiert PwC-Experte Roberts.

Europäische Investoren 2020 mit den meisten M&A-Deals

Platz eins bei M&A-Deals mit deutschen Zielunternehmen belegen im Jahr 2020
Investoren aus Europa und Russland. Sie haben bis zum 30. September mit 1,097
Deals und einem Gesamtvolumen von 62,3 Milliarden Euro die meisten Transaktionen
abgeschlossen. Bedeutsam war der Cross-Border-Deal zwischen den Finanzinvestoren
Cinven Partners LLP, Advent International Corporation und der RAG-Stiftung mit
der ThyssenKrupp Elevator AG im Februar 2020: Der Deal machte mit 17,2
Milliarden Euro rund 28 Prozent des Gesamtvolumens aus. Damit liegen die
Investoren aus Europa und Russland weit vor denen zweitplatzierten
nordamerikanischen Investoren (91 Deals mit einem Gesamtvolumen von 2,4
Milliarden Euro). Auf Rang drei landeten Investoren aus dem
asiatisch-pazifischen Raum. Sie führten 37 Deals mit einem Gesamtwert in Höhe
von einer Milliarde Euro durch.

Private-Equity-Investoren mischen weiter kräftig mit

Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Private-Equity-Häuser (PE) investieren weiter
in hohem Maße in deutsche Unternehmen; sie waren zwischen Januar und Ende
September 2020 an 406 Transaktionen beteiligt (gesamtes Vorjahr: 557
Transaktionen.) Dies ist ein langfristiger Trend: Der Anteil der
Private-Equity-Investoren an allen Deals ist seit 2016 von 20 Prozent auf
inzwischen 33 Prozent gestiegen (Analysestichtag: 30. September 2020). Sie
verzeichnen damit einen neuen Höchststand. "Während die Industrie deutlich
weniger akquisitionsfreudig war, haben PE-Investoren weiterhin kräftig
mitgemischt", sagt PwC-Experte Steve Roberts. "Daher gehen wir in unserer
Prognose davon aus, dass PE-Investitionen das Vorjahrsniveau erreichen werden
und PE-Häuser die Pandemie vornehmlich als Chance sehen - und auch nutzen."

Technologiesektor überholt industrielle Produktion

Von großem Interesse sind deutsche Zielunternehmen aus den Sektoren Technologie
und industrielle Produktion. In ihnen wurden Investoren zwischen Januar und
September 2020 am häufigsten aktiv, mit insgesamt 392 bzw. 282 Transaktionen.
Die PwC-Analyse führt die höheren Technologie-Investitionen auch auf eine immer
stärkere Nachfrage nach digitalen Geschäftsmodellen zurück.
Private-Equity-Experte Steve Roberts sagt dazu: "Obwohl wir seit dem Beginn der
Coronavirus-Pandemie rückläufige Kennzahlen beobachten, hat der
Technologiesektor die übrigen Sektoren inzwischen überholt". "Wir verzeichnen
hier sogar einen Anstieg - um immerhin 4 Prozentpunkte im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum."

Über PwC:

PwC betrachtet es als seine Aufgabe, gesellschaftliches Vertrauen aufzubauen und
wichtige Probleme zu lösen. Mehr als 284.000 Mitarbeiter in 155 Ländern tragen
hierzu mit hochwertigen, branchenspezifischen Dienstleistungen in den Bereichen
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Die Bezeichnung PwC bezieht sich auf das PwC-Netzwerk und/oder eine oder mehrere
der rechtlich selbstständigen Netzwerkgesellschaften. Weitere Details unter
http://www.pwc.com/structure .

Pressekontakt:

Sven Humann
PwC-Presseabteilung
Tel.: (069) 9585 - 6656
E-Mail: mailto:sven.humann@pwc.com

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